Vik prestegard

Dieses Amtsmannshaus wurde vermutlich zwischen 1764 und 1767 in Grov in der Gemeinde Vik gebaut. Bis 1930 diente es als Pfarrhaus. Bauherr war vermutlich Jonas Daae, der Sohn des bekannten Pfarrers Anders Daae. Das Haus ist eine Blockkonstruktion mit Dachboden, 24 Meter lang und mit einer Grundfläche von 188 m2. Es besitzt ein Ziegelsteindach sowie eine Holzverschalung. Es vereint zwei Häuser: die Herrekammeret, die Wohnung des Pfarrers und Übernachtungsmöglichkeit für den Bischof, sowie die Borgstova, wo sich die Bediensteten aufhalten konnten.

Während seiner 160-jährigen Nutzung als Pfarrhaus wurde das Haus mehrmals umgebaut. Auch die Farbe wechselte vermutlich von Rot nach Weiß. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war die große Stube in mehrere kleinere Räume unterteilt. Im Jahr 1930 war das Haus in einem so schlechten Zustand, dass der Pfarrer die offizielle Erlaubnis erhielt, ein anderes Haus zu mieten. Der Verfall hielt an, und 1937 erhielt G. F. Heiberg die Erlaubnis, das Haus ins Museum nach Amla zu versetzen, was 1941 geschah. Im Jahr 1949 hatte es nach einer Restauration sein altes Aussehen zurückerhalten und wurde neu eröffnet. Im Jahr 2005 wurde das Haus auf einem Lastwagen in zwei Teilen nach Vestrheim gebracht.

Alten Pfarrhausgärten waren vorbildlich gestaltet und haben Norwegens Gartenkultur entscheidend geprägt. Der heutige Garten um das Pfarrhaus ist ein Rekonstruktionsversuch des ursprünglichen Gartens in Vik.