Henjasanden

In Henjasanden in Hermansverk, Gemeinde Leikanger, lebten Kleinstbauern (Häusler) mit eigenem Haus, aber wenig Grundbesitz. Der Hofname Jørondstova geht auf Jørond Jonsdatter Henjum zurück. Ihre Enkel Anders und Kari waren die letzten, die hier wohnten - bis 1974 bzw. 1980. Außer Landwirt war Anders auch noch Fassbinder wie sein Vater, und Kari arbeitete in der Saftfabrik. Alle Gebäude inklusive Möbel sind nahezu authentisch.

Das Wohnhaus steht auf soliden Grundmauern und hat Keller, Stube, Kammer, Flur und einen Hängeboden. Im Eingangsbereich gibt es eine Feuerstelle mit Schornstein. Stube und Kammer haben verschalte Wände in Blockbauweise. Der Flur hat Fachwerkwände. Das Alter des Hauses ist ungewiss, im Hauptbalken ist jedoch die Jahreszahl 1784 eingeritzt. Das Rauchloch im Dach deutet darauf hin, dass es ursprünglich einen Räucherofen gab. Später wurde dieser vermutlich durch einen offenen Kamin ersetzt, bevor schließlich der eiserne Ofen eingebaut wurde. Ab den 1960er Jahren gab es auch einen Elektroherd. Die Wände der Stube sind mit Pappe verkleidet und mit Familienbildern und Bibelzitaten geschmückt. Über der Stuhllehne hängen Kleider, es gibt Radio und Zeitungen – aber kein Fernsehen und kein fließendes Wasser.

Der Stall hat drei Wände aus Stein und eine in Blockbauweise. Der größte Haustierbestand umfasste 4 Kühe, 18 Schafe und 1 Schwein. Über dem Stallraum befindet sich der Heu- und Kornboden mit Holzschnitzerwerkstatt.

Das Bootshaus ist ein Blockbau, auf den später eine zweite Etage in Fachwerk aufgesetzt wurde, die als Lager für Dauben zur Fassherstellung diente.

Im Holzschuppen befindet sich ein Plumpsklo – mit Platz für zwei Personen.