Die Geschichte des Museums

Die Geschichte des Museums

Die Sammlungen G.F. Heibergs – Volkskundemuseum Sogn

Die Geschichte eines Museums beginnt oft mit der Sammelleidenschaft eines Einzelnen. So auch im Falle des Volkskundemuseum der Region Sogn. Die Voraussetzungen für die Gründung dieses Museums schaffte Gert Falch Heiberg. Mit seinem besonderen Interesse an Geschichte und seiner daraus resultierenden Sammlungstätigkeit, legte er den Grundstein für das heutige Museum und gilt als einer der bedeutenden Museumspioniere Norwegens. Als er seine private Sammlung antiquarischer Objekte der Region Sogn dem gerade gegründeten Geschichtsverband überlieβ, entschied man sich im Jahr 1909 dazu, ein Museum zu gründen.

Heute sind «Die Sammlungen G.F. Heibergs» in einer gleichnamigen Stiftung organisiert. Dieser gehört auch das Museum für Reisen und Tourismus in Balestrand an. Die beiden Museen sind ein Teil des Museumsverbundes der Region Sogn und Fjordane. Es handelt sich dabei um eine Gemeinschaft aller Museen der Fylke Sogn und Fjordane, dem unter anderen auch das Volkskundemuseum in Nordfjord, das Küstenmuseum sowie das das Kunstmuseum in Førde angehören.

Die Anfänge der musealen Arbeit spielten sich unweit des heutigen Museumsstandorts ab – auf einem Hof namens Amla, der zu diesem Zeitpunkt zum Besitz Gert Falch Heibergs gehörte. Dort wurden einige historische Häuser aufgebaut und zwei groβe Ausstellungsgebäude errichtet. Das Museum rühmte sich bald, die gröβte Sammlung handwerklicher Geräte in Norwegen zu haben.

In den 1970er Jahren schlieβlich begann der Museumsumzug von Sogndal nach seinem neuen Standort, einem Waldstück nahe Kaupanger. Das heutige Museumsgebäude wurde 1980 eröffnet. Sämtliche Sammlungsbestände und die antiquarischen Gebäude aus der Anfangszeit wurden nach und nach hier her gebracht. Ursprünglich ein naturbelassenes Waldstück, wurde das Museumsgelände auf verblüffende Weise in eine für die Region typische Kulturlandschaft verwandelt, die nun mittels traditioneller landwirtschaftlicher Nutzung gepflegt und bewahrt wird.

Die ausgeprägte maritime Kultur macht einen wesentlichen Teil der regionalen Geschichte Sogns aus. 1990 wurde deshalb das Fjordmuseum als eine Abteilung des Volkskundemuseums der Sammlungen G.F. eingerichtet. Es ist ganz in der Nähe des Volkskundemuseums am alten Fähranlegeplatz in Kaupanger gelegen. Die Ausstellung dort überrascht mit einer umfangreichen Sammlung verschiedener Boottypen und einer erstaunlichen Vielfalt historischer Ausrüstungsgegenstände aus der Fischerei.

Auβerhalb des Museumsgeländes in Kaupanger gibt es einige weitere sehenswerte Orte, die von historischer Bedeutung und Teil des Museums sind – alle samt in und um Sogndal gelegen: die «Stedje Mølle», eine Mühle, die lange Zeit Grundlage für den Hofbetrieb vor Ort war, «Elvhaug», ein kleines Anwesen mitten in Sogndal, das hin und wieder für Veranstaltungen seine Türen öffnet sowie ein kleiner Hof namens Tingstad samt einer Werkstatt die einmal für den Bootsbau genutzt wurde.

Das Museum für Reisen und Tourismus ist das jüngste Mitglied im Bunde. 2007 wurde es Teil des Volkskundemuseums «Die Sammlungen G.F. Heibergs». Seit 2009 sind beide Museen innerhalb der Museen in Sogn und Fjordane organisiert.